Über das Fest

Donaufest 2004 – „Konzept voll aufgegangen“

Der Meinung von Oberbürgermeister Ivo Gönner konnte man sich guten Gewissens anschließen, wenn man in den vergangenen Tagen einige Zeit am Ulmer und Neu-Ulmer Donauufer verbracht und die Festatmosphäre in sich aufgesogen hatte. Mit dem Titel „Café  Europa“ sollte eine Assoziation zu den berühmten Kaffehäusern wie in Wien und Budapest geschaffen werden, die als Initialzündung für viele kulturelle Entwicklungen in den vergangenen Jahrhunderten entlang der Donau und in Europa gelten.

Nichts weniger als die Wiedergewinnung des europäischen Geistes und die Gestaltung des neuen Europa, wollte das Team um Programm-Leiter Peter Langer mit dem 4. Internationalen Donaufest antreiben. Trotz organisatorischer Schwierigkeiten, mit dem Rauswurf des anfänglichen künstlerischen Leiters Lorand Hegyi als Tiefpunkt, zu Beginn, konnte ein Programm auf die Beine gestellt werden, welches eine Viertelmillion Leute nach Ulm trieb.

Als Spiegel der gesellschaftlichen Vielfalt und der kulturellen Kontraste entlang der Donau wollte man sich präsentieren und einiges spricht dafür, dieses Vorhaben als gelungen anzusehen. Eines der ambitioniertesten Projekte war hierbei das Konzert der Philharmonie Junge Donau zum Abschluss des Festes, bei dem 73 Musiker aus zehn Donauländern vor dem großen Auftritt nur wenige Tage Zeit hatten, um unter der Leitung von Tamás Vásáry gemeinsam zu proben.

Erfreuen konnten sich die Besucher auch an den zahlreichen kulinarischen Spezialitäten sowie verschiedenen erlesenen Weinsorten die zu beiden Ufern der Donau feilgeboten wurden. Ein abschließendes Highlight war die Donauüberquerung die der Hochseilartist Michael Traber in 30 m Höhe zu Fuß und auf dem Motorrad durchführte und so die Zuschauer in ihren Bann zog.