Konferenz

Donaustrategie

Die Strategie für den Donauraum wurde von der EU-Kommission erarbeitet und Ende 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Hauptaugenmerk des Projekts soll auf der besseren Nutzung des Wirtschaftspotentials der 115 Millionen Einwohner fassenden Region liegen, zudem soll der Umweltschutz eine wichtige Rolle spielen.

Desweiteren wird der Donauraum neben dem Ostseeraum zur zweiten „Makroregion“ Europas erklärt.

Auf der Agenda stehen daher zentrale Themen  wie Mobilität, Energie, Umweltverschmutzung, Beschäftigung und Sicherheit. Das alte Bild der schönen blauen Donau soll wieder mehr der Realität entsprechen, während gleichzeitig aber auch zusätzliche Kapazität für den Frachtverkehr geschaffen werden soll. Diesen anspruchsvollen Spagat zu meistern hat sich nun die Europäische Union auf die Fahnen geschrieben.

Gelingen soll dies, indem elf verschiedene Aufgaben gleichmäßig auf die verschiedenen Donauländer verteilt werden, wobei ein Arbeitsfeld immer gleichzeitig von mindestens zwei Nationen in Kooperation wahrgenommen wird. So arbeiten z.B. Kroatien und Deutschland, hier vertreten durch das Bundesland Baden-Württemberg, zusammen an der Frage wie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefördert werden kann, während sich Ungarn und die Slowakei der Wiederherstellung und Sicherung der Qualität der Gewässer widmen. Durch die Aufgabenteilung sollen auch in der Zukunft die Weichen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten gestellt werden.

Die Zuteilung der elf Schwerpunktthemen auf die einzelnen Länder wurde am 3. Februar 2011 durch den Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn und den ungarischen Außenminister Janos Martonyi in Budapest bekanntgegeben.

In seinen Schlussfolgerungen vom 24. Juni 2011 brachte der Europäische Rat seine Unterstützung für die Donaustrategie zum Ausdruck. Dies war gleichzeitig der Startschuss für die Umsetzung des Projektes.